Schon seit langem ist klar, daß ich ein Ziel benötige, um auch konsequent weiter zu trainieren, wenn dann doch mal die kältere, dunkle Jahreszeit kommt. Damit es mir dann nicht so leicht fällt, mal ein Training auszulassen, habe ich mich gestern für den Rißnertlauf in Rüppurr angemeldet.
15km durch den Oberwald sind genau die richtige Dosis, um in 2016 den ersten Wettkampf zu bestreiten und zu sehen, wie gut ich durch den Winter gekommen bin.
Ich freue mich schon darauf!
Nachtrag: Gerade erst gesehen - ich habe die Startnummer 12 bekommen und Christian hat jetzt die 13 🙂
Zweiter Nachtrag: Das scheint sich nachträglich noch zu ändern, denn jetzt habe ich die 302 als Startnummer 🙂
Mit dem Lauf heute habe ich die 600km Marke durchbrochen und bin nun insgesamt 600,13 km gelaufen. Es ist zumindest für mich jetzt immer noch ein großer Schritt, die nächsten 100 km in Angriff zu nehmen und ich wundere mich dann doch ab und an noch, wie das alles so passiert.
Es fühlt sich immer noch gut und einfach an und ich bin schon gespannt, ob man die verbesserte Fitness dann auch bei der nächsten, anstehenden Vorsorgeuntersuchung (seit ich 40 bin gehe ich jedes Jahr einmal brav zur Vorsorgeuntersuchung mit Belastungs EKG, Sono, ...) zu sehen ist 🙂
Beim gestrigen Lauf bin ich meinen 500sten Laufkilometer gelaufen und die Zeit ist dann doch schnell vergangen.
Ein kleiner Rückblick:
Mai 2015 - 148,38 km
Juni 2015 - 151,78 km
Juli 2015 - 44,89 km (Rückenprobleme)
August 2015 - 80,90 km
September 2015 - 83,13 km (bis heute)
Die kurze Zusammenfassung davon lautet: zu schnell zu viel gelaufen, d.h. definitiv Spaß daran gefunden.
Irgendwie scheine ich auch nicht die schlechtesten Voraussetzungen dafür haben, da mir heute zwei schon länger laufende Kollegen mitgeteilt haben, dass 1:39 auch ihre Bestzeit für den Halbmarathon ist, sie dafür aber hart trainieren mussten und mir das ja irgendwie schon ein wenig leichter gefallen ist. Kein Wunder, dass mir das Spaß macht!
Im Februar habe ich mich für den Lauf von Durlach gratuliert angemeldet. Es sollte auf einer Strecke von ca. 8 km vom Durlacher Schloss, der Mutter, zum Kind, dem Karlsruher Schloss gehen. Damals war ich noch nie lange gelaufen, habe mir aber gesagt, dass das ja ein Genußlauf ist und ich im Zweifelsfall die Strecke auch einfach gehend zurücklegen könnte.
Seit dem ist viel geschehen und ich sehe den Lauf jetzt mehr als letzte Vorbereitung vor dem Halbmarathon nächste Woche. Daher ist es auch nicht bei den 8km geblieben, sondern ich habe noch eine 6km Aufwärmphase vorausgeschickt. Till wollte mich auf dem Weg begleiten und so bin ich die Strecke entlang der Bahn von Beiertheim nach Durlach einfach gelaufen. Dass es dann so schnell werden sollte, hatte ja keiner Ahnen können. Am Ende standen 26 Minuten, d.h. ein Schnitt von 4:22 min/km auf der App.
Zusammen mit Amrik habe ich mich dann auf den Weg zum Treffpunkt gemacht. Es sollten unterschiedliche Gruppen eingeteilt werden und Amrik meinte schon in den Tagen zuvor, dass ich bestimmt nicht mit ihm Laufen wollte. Er wollte es gemütlich angehen. Die Unterteilung, die wir dann vorfanden war: 4:30, 5:00, 6:00 und so weiter. 5:00 war mir eigentlich zu langsam, daher entschloss ich mich, mich der ersten Gruppe anzuschließen. Es stellte sich dann heraus, dass neben den 2 Zugläufern nur 7 andere Läufer sich dazu gesellten, so dass ich dann doch ziemlich überrascht war, dort mitlaufen zu wollen können.
Startgruppe bei Durlach gratuliert
Los ging es und am Anfang konnte ich sehr gut mithalten, hatte sogar eher das Gefühl, als würden wir es gemütlich angehen. Die ersten 4 Kilometer vergingen wie im Flug und erst die dann kommenden ungemütlichen Strecken mit umkehren, da ein Weg versperrt war, unbeschrankte Bahnübergänge und das Warten an einer Ampel in der Haid-und-Neu-Straße ließen die Geschwindigkeit erkennen. Als wir dann auf die Hagsfelder Alle einbogen, fingen dann doch langsam die Kräft an nachzulassen und die letzten 500 Meter daher ich wirklich darüber nach, mich nach hinten fallen zu lassen. Einer der Zugläufer hat mich dann aber noch mal angespornt und so sind wir nach 7,85km und 35 Minuten ins Ziel gekommen, macht 4:28 min/km. Till ist mit mir ins Ziel gelaufen.
Da war ich natürlich schon Stolz, mit der schnellen Gruppe heil ins Ziel gekommen zu sein und unter den schnellsten 8 Läufern des Laufes gewesen zu sein! Wenn man immer noch bedenkt, dass ich erst dieses Jahr mit dem Laufen angefangen habe, ist das wirklich faszinierend.
Nach ca. 50 Minuten kam auch Amrik ins Ziel, der mit der 7:00 Gruppe gestartet war, aber bis zur 6:00 Gruppe aufgelaufen war. Auch eine tolle Leistung!