Heute war es dann endlich soweit: Der Tag des ersten Halbmarathons. Um sieben aufgestanden und noch mal mit der Famile was gefrühstückt und um kurz nach acht das Haus verlassen. Schon ab Ende der Strasse war klar, dass sich viele auf den Weg gemacht haben und eine Durchsage in der Starterzone sprach von 9.500 Teilnehmer beim Baden Marathon.

Eine Weile bin ich noch umhergelaufen, doch ich habe niemanden getroffen, den ich kannte, daher habe ich mich dann in meinen Startblock B begeben. Es wurde immer aufregender und Punkt neun Uhr ging es los. Wie ein Bienenschwarm hat sich das Feld in Bewegung gesetzt und ich hatte mir vorgenommen dem 3:14/4:36 Pace Maker so lange es geht zu folgen. Ging am Anfang ganz gut und in der Kriegsstrasse habe ich dann Daniel gesehen und mit bin mit ihm eine Weile gelaufen. Er startete für die chrono24 Businessstaffel und musste auch den Halbmarathon laufen.

Das hat sehr gut geklappt und bald waren wir dann auch schon in Durlach. Die vielen Gruppen am Rand haben mich wirklich motiviert und ich habe auch einige Leute am Rand erkannt: Amrik, Mechthild, Frau Dahlinger, Feli/Hettichs, Annette und Michael, ... Nur Annette und die Kinder haben mich immer verpasst, so dass ich die erst im Ziel wieder gesehen habe.

Ab Kilometer 15 musste ich auch langsam den Pace Maker laufen lassen, aber dann hat ab Kilometer 17 sich Jörg mir angenommen. Plötzlich war er neben mir und hat mich mitgezogen. "Nur noch 4 Kilometer", "jetzt langsam den Berg hoch", "Komm schließ wieder auf, das geht noch", "Nicht nachlassen". Damit hat er mich durch den Weiherwald bis in die Litzenhardter Strasse gezogen und ich war unendlich dankbar. Meine Kräfte haben schon nachgelassen und den Rest konnte ich das Tempo dann nicht mehr durchhalten. So wurde ich von mehr und mehr Läufern überholt.
Als ich dann in das Stadion eingelaufen bin, habe ich gesehen, dass die Zeit doch nicht schlecht war und wollte unbedingt noch unter 1:40 bleiben und bin ins Ziel gestürmt. Die offizielle Zeit war dann 1:39:07 für meinen allerersten Halbmarathon und ich war unendlich stolz. Die Medaillie habe ich von Frau Rohnstock bekommen, die mir am Tag vorher auch schon mit den Unterlagen geholfen hatte.

Im Ziel habe ich dann Jörg noch mal getroffen und wir haben uns noch eine Weile unterhalten Für ihn war das nur eine Trainingsrunde für einen Marathon in Dresden in vier Wochen, aber auch ihm hat es Spaß gemacht. Für mich war es die Motivation, mit der Zeit ins Ziel zu kommen.
Eine sehr gelungene, runde Sache!
Danach habe ich noch kurz den Chip abgegeben und wir sind mit den Kindern zurück an die Strecke, um die anderen Läufer und die Marathonläufer anzufeuern. Die Breite Straße war wieder ein Sammelpunkt bei Kilometer 40 und viele Nachbarn und Freunde aus dem Kindergarten waren da. Auch das hat sehr viel Spaß gemacht.
Nach dem Duschen habe ich Christian dann noch den kurzen Anstieg hoch gezogen, auch wenn es bei ihm nicht wie gewünscht gelaufen ist. Dafür ist Alexander unter 3 Stunden geblieben. Respekt!