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Die nächsten 100km sind auch gelaufen. Bin bei meinem Rhythmus von 2*10+km pro Woche geblieben und immer noch sehr glücklich damit.

Das Wetter hat mich noch nicht geschafft, d.h. weder die Wasserschlacht in Bukarest, noch die Kälte und der Nebel in Karlsruhe haben mich davon abgebracht. Umso mehr freue ich mich jede Woche auf die Mittagspause am Dienstag, wo ich alleine oder mit Christian mal wieder nur im hellen meine Albrunde drehen kann.

In diesem Jahr werden es wahrscheinlich keine 900 mehr werden, aber eigentlich ist ja interessant, was am 02.05.2016 meine Laufleistung ist, denn dann ist ja erst das Laufjahr rum 🙂

Nach kleineren technischen Schwierigkeiten mit dem Dienstleister habe ich mich jetzt auch schon für den Halbmarathon im Rahmen des Baden-Marathon 2016 angemeldet.

Man (ich) muss ja immer ein Ziel vor Augen haben und auch wenn es noch lange ist, freue ich mich schon auf die zweite Auflage des Halbmarathons in meiner aktuellen Heimatstadt. Trotz des Starts an der neuen Messe, komme ich trotzdem zweimal relativ nahe zuhause vorbei und somit ist es noch motivierender, dort mit zu laufen.

halbmarathonstrecke2016

Heute habe ich mein erstes Paar Laufschuhe gekauft. Bisher bin ich ja immer mit den Vibram Fivefingers Bikela gelaufen, aber so langesam wird es zu kalt und nass dafür. Daher habe ich mich entschieden doch mal ein paar "normale" Laufschuhe zu probieren. Der Verkäufer im Gulyas hat natürlich gesagt, dass es für andere Leute keine normalen Schuhe sind, denn viel Sohle wollte ich dann doch nicht uns die sind schon aus der Kategorie "Natural Running", d.h. ohne große Dämpfung.

Nachdem ich den Tipp mit den New Balance Minimus bekommen habe, bin ich am Ende doch bei ASICS Men's GEL-Super J33 Running Shoe in gelb/schwarz gelandet:
laufschuhe_asicsgelsuperJ33

bei den ersten Läufen ist es immer noch ein wenig ungewohnt, aber Berg runter freue ich mich schon über das Minimum an Dämpfung mehr. Ansonsten habe ich noch etwas das Gefühl in Jelly zu laufen, aber das gibt sich. Warm sind sie alle mal!

Aktuell bin ich wieder gut im Rhythmus und habe die letzten 100km zwischen dem 20.10. und heute (10.11.) zurück gelegt.

Dabei habe ich zum ersten Mal seit dem Halbmarathon wieder eine lange Strecke eingefügt und sogar meine Längste bisher.

Am vergangenen Donnerstag bin ich morgens losgelaufen zu einer geplanten Morgenrunde. Diesmal wollte ich in Richtung Messe, um mal wieder was Neues zu sehen. Durch den Wald ging es zum Silberstreifen und dann doch entlang des Flugplatzes zurück nach Bulach. Dort angekommen waren 13km vorbei, aber ich fühlte mich noch super. Da niemand auf mich wartete und ich auch um 9:00 Uhr keinen Termin hatte, bin ich einfach noch einmal 13km gelaufen und hatte damit meine bisher längste Strecke zurück gelegt. Ging wirklich gut und nach 1:44:20 reiner Laufzeit hatte ich den Halbmarathon hinter mir, was ja auch keine schlechte Zeit ist. Dazu muss man fairer weise noch die Stopps für die Bilder zählen, denn es war so ein schöner Morgen, dass ich doch das eine oder andere Bild gemacht habe.

Fazit: Wieder schnell gegangen, längste Strecke zurückgelegt und mit der Anmeldung zum Rißnertlauf schon mal dir Grundlage für die Dauermotvation gelegt.

Schon seit langem ist klar, daß ich ein Ziel benötige, um auch konsequent weiter zu trainieren, wenn dann doch mal die kältere, dunkle Jahreszeit kommt. Damit es mir dann nicht so leicht fällt, mal ein Training auszulassen, habe ich mich gestern für den Rißnertlauf in Rüppurr angemeldet.

15km durch den Oberwald sind genau die richtige Dosis, um in 2016 den ersten Wettkampf zu bestreiten und zu sehen, wie gut ich durch den Winter gekommen bin.

Ich freue mich schon darauf!

Nachtrag: Gerade erst gesehen - ich habe die Startnummer 12 bekommen und Christian hat jetzt die 13 🙂

Zweiter Nachtrag: Das scheint sich nachträglich noch zu ändern, denn jetzt habe ich die 302 als Startnummer 🙂

Jetzt fängt die kalte Jahreszeit and und da ich im Mai angefangen habe zu Laufen, bin ich dafür noch nicht gut ausgestattet. Bisher habe ich mich ja immer noch davor gescheut, eine so genannte Lauftight zu kaufen, aber als ich am Wochenende den ALDI Prospekt in der Hand hatte, dachte ich mir, dass man es zu dem Preis ja mal ausprobieren kann.

Heute morgen dann der erste Lauf damit und ich bin überrascht, wie gut sich das anfühlt und wie wenig Kälte wirklich zu spüren ist. Immer noch in Barfußschuhen und ohne Socken kam mit der Hose kein Kältegefühl auf und das Laufen war angenehm. Klar, das kleine Fach am verlängerten Rücken war zu klein für das Handy, aber dafür hatte ich ja eine Jacke an.

Fazit: gar nicht so schlecht.

Mit dem Lauf heute habe ich die 600km Marke durchbrochen und bin nun insgesamt 600,13 km gelaufen. Es ist zumindest für mich jetzt immer noch ein großer Schritt, die nächsten 100 km in Angriff zu nehmen und ich wundere mich dann doch ab und an noch, wie das alles so passiert.

Es fühlt sich immer noch gut und einfach an und ich bin schon gespannt, ob man die verbesserte Fitness dann auch bei der nächsten, anstehenden Vorsorgeuntersuchung (seit ich 40 bin gehe ich jedes Jahr einmal brav zur Vorsorgeuntersuchung mit Belastungs EKG, Sono, ...) zu sehen ist 🙂

Beim gestrigen Lauf bin ich meinen 500sten Laufkilometer gelaufen und die Zeit ist dann doch schnell vergangen.

Ein kleiner Rückblick:

Mai 2015 - 148,38 km

Juni 2015 - 151,78 km

Juli 2015 - 44,89 km (Rückenprobleme)

August 2015 - 80,90 km

September 2015 - 83,13 km (bis heute)

Die kurze Zusammenfassung davon lautet: zu schnell zu viel gelaufen, d.h. definitiv Spaß daran gefunden.

Irgendwie scheine ich auch nicht die schlechtesten Voraussetzungen dafür haben, da mir heute zwei schon länger laufende Kollegen mitgeteilt haben, dass 1:39 auch ihre Bestzeit für den Halbmarathon ist, sie dafür aber hart trainieren mussten und mir das ja irgendwie schon ein wenig leichter gefallen ist. Kein Wunder, dass mir das Spaß macht!

Heute war es dann endlich soweit: Der Tag des ersten Halbmarathons. Um sieben aufgestanden und noch mal mit der Famile was gefrühstückt und um kurz nach acht das Haus verlassen. Schon ab Ende der Strasse war klar, dass sich viele auf den Weg gemacht haben und eine Durchsage in der Starterzone sprach von 9.500 Teilnehmer beim Baden Marathon.

Vor dem Lauf

Eine Weile bin ich noch umhergelaufen, doch ich habe niemanden getroffen, den ich kannte, daher habe ich mich dann in meinen Startblock B begeben. Es wurde immer aufregender und Punkt neun Uhr ging es los. Wie ein Bienenschwarm hat sich das Feld in Bewegung gesetzt und ich hatte mir vorgenommen dem 3:14/4:36 Pace Maker so lange es geht zu folgen. Ging am Anfang ganz gut und in der Kriegsstrasse habe ich dann Daniel gesehen und mit bin mit ihm eine Weile gelaufen. Er startete für die chrono24 Businessstaffel und musste auch den Halbmarathon laufen.

Am Start

Das hat sehr gut geklappt und bald waren wir dann auch schon in Durlach. Die vielen Gruppen am Rand haben mich wirklich motiviert und ich habe auch einige Leute am Rand erkannt: Amrik, Mechthild, Frau Dahlinger, Feli/Hettichs, Annette und Michael, ... Nur Annette und die Kinder haben mich immer verpasst, so dass ich die erst im Ziel wieder gesehen habe.

KM 14

Ab Kilometer 15 musste ich auch langsam den Pace Maker laufen lassen, aber dann hat ab Kilometer 17 sich Jörg mir angenommen. Plötzlich war er neben mir und hat mich mitgezogen. "Nur noch 4 Kilometer", "jetzt langsam den Berg hoch", "Komm schließ wieder auf, das geht noch", "Nicht nachlassen". Damit hat er mich durch den Weiherwald bis in die Litzenhardter Strasse gezogen und ich war unendlich dankbar. Meine Kräfte haben schon nachgelassen und den Rest konnte ich das Tempo dann nicht mehr durchhalten. So wurde ich von mehr und mehr Läufern überholt.

Als ich dann in das Stadion eingelaufen bin, habe ich gesehen, dass die Zeit doch nicht schlecht war und wollte unbedingt noch unter 1:40 bleiben und bin ins Ziel gestürmt. Die offizielle Zeit war dann 1:39:07 für meinen allerersten Halbmarathon und ich war unendlich stolz. Die Medaillie habe ich von Frau Rohnstock bekommen, die mir am Tag vorher auch schon mit den Unterlagen geholfen hatte.

Im Ziel

Im Ziel habe ich dann Jörg noch mal getroffen und wir haben uns noch eine Weile unterhalten Für ihn war das nur eine Trainingsrunde für einen Marathon in Dresden in vier Wochen, aber auch ihm hat es Spaß gemacht. Für mich war es die Motivation, mit der Zeit ins Ziel zu kommen.

Eine sehr gelungene, runde Sache!

Danach habe ich noch kurz den Chip abgegeben und wir sind mit den Kindern  zurück an die Strecke, um die anderen Läufer und die Marathonläufer anzufeuern. Die Breite Straße war wieder ein Sammelpunkt bei Kilometer 40 und viele Nachbarn und Freunde aus dem Kindergarten waren da. Auch das hat sehr viel Spaß gemacht.

Nach dem Duschen habe ich Christian dann noch den kurzen Anstieg hoch gezogen, auch wenn es bei ihm nicht wie gewünscht gelaufen ist. Dafür ist Alexander unter 3 Stunden geblieben. Respekt!

Nachdem ich auf den Comic von Oatmeal zum Thema, warum er läuft gestoßen bin, war klar, dass ich das auch so sehen und wenig später habe ich mir dann auch dass passende Laufshirt von ihm bestellt. Da es so schnell ging und diese Woche noch angekommen ist, kann ich es am Sonntag gleich zu meinem ersten Halbmarathon anziehen.

Gut ausgerüstet läuft es sich halt besser 🙂

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